Greenways Deutschland

Kriterien Greenways

Zentral und Osteuropäische Greenways (CEG)

Inhalt:
A. Definition von Zentral und Osteuropäischen Greenways (CEG)
B. Wichtigste Arten von Greenways
i. Langstrecken-Greenways
ii. Lokale und regionale Greenways
iii. Städtische Greenways
C. Grundsätze für die Entwicklung von Greenways
D. Kriterien der Greenways

A. Definition von Greenways in Zentral und Osteuropa/CEG/:
Greenways sind multifunktionale Wege für nicht motorisierte Nutzer. Sie verlaufen in der Regel durch die Natur, auf historischen Routen, entlang Flüssen und Eisenbahnlinien.
Greenways:
• fördern nachhaltige Entwicklung und leisten einen positiven Beitrag zur lokalen Wirtschaft
• fördern und ermöglichen einen gesunden Lebensstandart und eine geringe Umweltbelastung
• bieten einen Rahmen für kommunale Initiativen
• fördern den Naturschutz, die Erhaltung des kulturellen Erbes, den nachhaltigen Tourismus und Mobilität
• sprechen die Bedürfnisse von Einheimischen und Besuchern an

B. Wichtigste Arten von Areenways
Es gibt 3 Haupttypen von Greenways in Zentral-und Osteuropa:
• 1. Langstrecken-Greenways
• 2. lokale und regionale Greenways
• 3. städtische Greenways

1. Langstrecken-Greenways verbinden Orten durch lineare Wege oder durch ein Wegenetz. Dies sind Wanderwege in touristischen Gebieten mit einer Entfernung von 50 km oder mehr.

Hauptzweck des Langstrecken-Greenways:
• Verbindung und Zugänglichkeit von Stadt und Land
• Verbesserung der Sicherheit für die Nutzer
• Verbesserung der Infrastruktur
• Entwicklung von nachhaltigem Tourismus
• Diese Greenways dienen als Anbindung für die Anwohner und für touristische Zwecke
• Sie dienen der Weiterentwicklung von lokalen und regionalen touristischen Produkten und Projekten unter Beachtung der Grundsätze der nachhaltigen Entwicklung und Schutzes des kulturellen Erbes

2. lokale und regionale Greenways sind lineare Wege oder Rundwanderwege, in der Regel in ländlichen Gebieten entwickelt. Sie sind meist zwischen 10 bis 50 km lang.

Der Hauptzweck eines solchen Greenways:
• Erhöhung der Sicherheit für die Nutzer
• Verbesserung der Verbindung und dem Zugang in die Natur
• Diese Greenways sind ideal für Tages -oder Wochenendtouren
• Verbinden natürliche Parks, Erholungsgebiete und Sportanlagen
• Ermöglichen Bürgern sich an lokalen Projekten und Aktivitäten zu beteiligen. Zum Beispiel: Förderung, Erhaltung und Verbesserung des lokalen Erbes und des öffentlichen Raumes

3. Städtische Greenways sind multifunktionale Wege für Radfahrer, Fußgänger, Inline-Skater, Rollstuhlfahrer und anderer Nutzer entlang natürlichen oder von Menschen entwickelten Wegen in städtischen Gebieten.

Hauptzweck der städtischen Greenways:
• Sichere Mobilität für die Nutzer
• Vollständige Einbindung in die lokalen Systeme des öffentlichen Verkehrs
• Dienen hauptsächlich der täglichen Verkehrsanbindung von Bewohnern und Besuchern der Städte zum Beispiel zum Einkaufen oder als sicherer Schulweg
• Dienen auch Freizeit-und touristischen Zwecken
• Verbinden Stadt und Land

C. Grundsätze für die Entwicklung von Greenways in Zentral und Osteuropa

Diese Grundsätze beschreiben die grundlegenden Schritte und Regeln – für die gesamte Planungs-, Entwicklungs-und Implementierungsphase der Greenways – zur Erreichung der Ziele eines Greenways.

1. Ein Greenway ist ein beschilderter Wanderweg oder Route (auf dem Weg sowie auf den Karten), gekennzeichnet durch einen Namen, der das Wort “Greenway” enthält (in englischer Sprache oder in der entsprechenden Landessprache). Er umschließt ein weitreichendes Thema und hat gegebenenfalls ein Logo.

2. Ein Greenway ist ein Teil bestehender oder geplanter Transport- und / oder Tourismusplänen, welche ein Netzwerk zwischen Regionen, Gemeinden und dem öffentlichen Verkehrssystemen knüpft.

3. Jeder einzelne Greenway wird kontinuierlich von einem führenden Koordinator (Spur-Manager, Organisation, Institution, Kommune) verwaltet. Zu den Aufgaben eines Greenway Koordinators gehören die Förderung von Partnerschaften entlang der Strecke, die Wartung und Weiterentwicklung des Greenways einschließlich Beschilderung und Ausstattung.

4. Ein Greenway trifft zufriedenstellende Sicherheitsvorkehrungen für Radfahrer und Fußgänger (soweit möglich sind die Wege getrennt vom Straßenverkehr oder verlaufen auf markierten Landstraßen mit wenig Verkehr, sie sind wenigstens minimal Breit und Verfügen über Sicherheitsmaßnahmen an Kreuzungen)

5. Ein Greenway ist ein Teil von bestehenden oder geplanten öffentlichen Verkehrs-Systemen und unterstützt die Intermodalität der verschiedenen Verkehrssysteme.

6. Ein Greenway ist ein ausgeschilderter Weg. Wenn möglich werden detailliertere Informationen in Form von Karten, Flyer, Tafeln usw. zur Verfügung gestellt … Rastplätze, Fahrradständer usw. sind wünschenswert

7. Informationen über einen Greenway sind von allen Partnern in Form von Karten, Broschüren, Reiseführer und Broschüren spezialisiert in gedruckter und elektronischer Form zur Verfügung zu stellen.

8. Alle Aktivitäten zur Entwicklung der Greenways stehen im Einklang mit den Prinzipien der nachhaltigen und natürlichen Entwicklung und dem Schutz des kulturellen Erbes.

Die folgenden Kriterien stellen die minimalen Anforderungen an die Infrastruktur und Funktion der Greenways dar

1. Langstrecken Greenways

Infrastrukturelle Kriterien:
a) Der Greenway verläuft auf sicheren Routen und Wegen (Wege, die von Radfahrern und Fußgänger gemeinsam genutzt werden; gepflasterte Straßen der Forstwirtschaft, ehemalige gepflastert Heerstraßen oder ehemaligen Eisenbahnstrecken; Dienststraßen usw.) oder ruhigen Straßen mit wenig Verkehr.

b) mindestens 90% der Greenways haben eine harte, gepflasterte Oberfläche die das Radfahren zu jeder Saison ermöglicht

c) diese Greenways verknüpfen natürliche und kulturelle Attraktionen, Sehenswürdigkeiten / Tourismus Attraktionen (Orte von natürlichem, kulturellem, historischem oder gesellschaftlichem Wert) mindestens alle 15 km

d) Es gibt aller 20 km eine Rastmöglichkeit

e) alle 30 km ist eine touristischen Infrastruktur mit Unterkunft und Gaststättengewerbe vorhanden

f) Informationen über den Greenway (Faltblätter, Broschüren, Reiseführer, Karten, etc.) sind in Touristeninformationen oder an anderen Stellen in der Nähe erhältlich

Funktionale Kriterien:

a) Langstrecken Greenways verbinden Projekte der lokalen Bevölkerung und von Organisationen.

b) Der Greenway führt durch die Zentren von Dörfern oder Städten oder diese sind durch Ausschilderungen leicht vom Greenway aus zu erreichen

c) Es gibt mindestens 1 Info-Panel in jedem Dorf / Stadt oder eine Sehenswürdigkeit an welcher der Greenway vorbeiführt und Auskünfte über den Standort und die Region gibt

d) Es gibt touristische Produkte und Angebote für alle Nutzer (Radfahrer, Wanderer, Reiter oder Kanufahrer). Diese werden von lokalen / regionalen Reiseveranstaltern in Abstimmung mit dem Greenway Manager organisiert.

e) es gibt mindestens 1 Gelegenheit regionale Produkte zu kaufen (Laden, Werkstatt, Galerie, usw.)

f) Entlang des Greenways gibt es mindestens eine Gelegenheit Speisen oder Getränke zu sich zu nehmen (z.B.: Gaststätte)

2. Lokale und regionale Greenways
Grundlegende Anforderungen

2.A Lokale Greenways
a) Lokale Greenways entsprechen den notwendigen Sicherheitsanforderungen zur Nutzung als Arbeits- und Schulweg, sowie zur Erholung (soweit möglich sind die Wege getrennt von Straßenverkehr oder verlaufen auf markierten Routen auf Landstraßen mit wenig Verkehr, Sicherheitsmaßnahmen an Kreuzungen müssen vorhanden sein)

b) Sie verlaufen auf getrennten Wegen oder sind durch Radwege von Straßen getrennt

c) Entsprechend den Bedürfnissen der wichtigsten Nutzer, besitzen die Wege die passende Oberfläche – gepflasterte, glatte Oberfläche für Inline-Skater, natürliche Oberfläche für Wanderer – die die ganzjährige Nutzung ermöglichen.

d) Es gibt mindestens 1 (bei einer Rundtour) oder 2 (keine Rundtour) Greenway Infopunkte.

e) Es gibt mindestens 1 Rast-und / oder Fitnessstation auf dem Greenway

f) Der lokale Greenway hat eine Verbindung zu Langstrecken Greenways, oder zu anderen lokalen Greenways; führt, wenn möglich, durch das Zentrum von Dörfern / Städten

g) Der Anfangs- und / Endpunkt eines lokalen Greenways ist zugänglich zu öffentlichen Verkehrsmitteln oder in Reichweite derer

2.B Regionale Greenways

a) Ein regionaler Greenway in Städten und Dörfern erfüllt die erforderlichen Sicherheitsanforderungen eines Greenways und ermöglicht einen sicheren Transport aller Nutzer zwischen Gemeinden oder Bezirken (wenn möglich Pfade getrennt vom Straßenverkehr oder auf markierten Routen auf Landstraßen mit wenig Verkehr, er hat eine minimale Breite und Sicherheitsmaßnahmen an Kreuzungen).

b) Er verläuft so weit wie möglich auf separaten Wegen, markierten Straßen oder Fahrspuren und ermöglicht die ganzjährige Nutzung.

c) Der Weg ist mit einem Informations-System ausgestattet, der Transport auf diesem Weg ist von Bedeutung, hat eine gewisse Länge und erfüllt die Mission

3. Städtische Greenways

Grundlegende Anforderungen

a) Städtische Greenways entsprechen den erforderlichen Sicherheitsanforderungen und sind voll in das Stadtverkehrs-System integriert, möglichst auch in die Umgebung. (möglichst Pfade getrennt vom Straßenverkehr, Weg hat minimale Breite und Sicherheitsmaßnahmen an Kreuzungen).

b) Er verläuft so weit wie möglich auf separaten Wegen, markierten Straßen oder Fahrspuren und ermöglicht die ganzjährige Nutzung.

c) Sie verbinden (ganzjährig) attraktive Standorte für Nutzer auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule, zum Shopping, für Freizeit und Sport. Besondere Sehenswürdigkeiten, die durch solch einen Greenways verbunden sind, sind wichtig für die Weg-Mission z.B.: sicheren den Weg zur Schule oder dienen als Fitness-Weg entlang eines Flusses etc.

d) Die Oberfläche solcher Mehrzweck-Pfade müssen die Bedürfnisse aller Nutzer ganzjährig erfüllen, in den ausgewiesenen Bereichen gilt das auch für Menschen im Rollstuhl. Die Art der Weg-Oberfläche kann auf die Bedürfnisse der wichtigsten Nutzer angepasst werden.

e) Der Weg ist mit einem Informations-System ausgestattet, der Transport auf diesem Weg ist von Bedeutung, hat eine gewisse Länge und erfüllt die Mission

CEG Deklaration
Greenways – Korridore für Nachhaltige Entwicklung
Koordinatoren und Kooperationspartner der mittel-und osteuropäischen Greenways (CEG) haben sich auf folgende Deklaration über gemeinsame Ziele und Definitionen geeinigt:

CEG ist ein regionales Programm und wurde unter dem Dach der Umweltpartnerschaft für Nachhaltige Entwicklung (EPSD) entwickelt. Diese internationale Vereinigung von Stiftungen aus Bulgarien, Tschechische Republik, Ungarn, Polen, Rumänien und der Slowakei konzentriert sich auf die Mobilisierung und Befähigung der Menschen in der Region, ihre Umwelt, ihre Gemeinden und Gesellschaften zu verbessern. EPSD leitet ein regionales Programm, das ein Netzwerk von Greenways in CEE schafft und verknüpft dieses mit anderen europäischen und transatlantischen Initiativen.
Mit Hilfe dieser Grundlagen, ist das CEG-Programm auch in Süd-und osteuropäischen Ländern wie Serbien und Kroatien, Weißrussland, Ukraine im Aufbau. Das CEG Programm ist auch in Österreich und Deutschland aktiv.

Vision:
Mache Greenways zu einem sehr bekannten und weit angewandtem Instrument für eine nachhaltige Entwicklung der Gemeinschaft in Zentral-und Osteuropa.

Mission:
Die Mission der CEG ist die Schaffung und Förderung von Wegen und Korridoren für eine nachhaltige Entwicklung in den Ländern und Regionen Mittel-und Osteuropas. Diese Wege sollen dann europaweit vernetzt werden. Dies alles geschieht unter dem Namen Greenways.

Definition der Greenways in CEE
Greenways sind multifunktionale Wege für nicht motorisierten Nutzer. Sie schaffen eine Verbindung zwischen Gemeinden, lokalen Initiativen, natürlichen und kulturellen Erbe, fördern eine gesunde Umwelt und Lebensqualität.

Greenways:

• Förderung einer nachhaltigen Entwicklung und leisten einen positiven Beitrag zur lokalen Wirtschaft
• fördern und ermöglichen gering umweltbelastende Lebensweise;
• bietet einen Rahmen für kommunale Initiativen;
• fördert den Naturschutz, die Erhaltung des kulturellen Erbes, fördert nachhaltigen Tourismus und Mobilität;
• Integriert nachhaltige Verkehrs-Systeme und verbessert die Sicherheit für die Nutzer
• berücksichtigt die Bedürfnisse von Einheimischen und Besuchern.

Ziele und Grundsätze des CEG
Das CEG-Programm bietet regionalen Gemeinden Inspiration und Unterstützung (finanziell, technisch) bei ihren Bemühungen, die Einzigartigkeit ihres Ortes zu bewahren und Harmonie zwischen Schutz und Nutzung der lokalen Ressourcen zu erreichen.
Das CEG-Programm ist eine Initiative, die ein offenes Netzwerk zwischen dem bürgerlichen- und öffentlichen Sektor, sowie Unternehmen und Organisationen schaffen soll. Dieses Netzwerk unterstützt die Menschen vor Ort komplex und vielfältig bei dem Aufbau von Wegen und natürlichen Korridoren für die Öffentlichkeit. Diese werden Greenways genannt und verlaufen durch Länder und Regionen in Mittel-und Osteuropa.

Ziele des Programms:
• Entwicklung und Stärkung der individuellen Greenway Initiativen
• Festlegung und Umsetzung der Greenways Standards (Greenway Kriterien)
• Entwicklung einer erkennbaren Marke als Garant für Qualität
• Ausbau der Greenways zu anderen Ländern der Region
• Förderung von Greenways national und international
• Bewertung und Überwachung der wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen von Greenways
• Eintreten für Greenways auf nationaler / regionaler Ebene
• Entwicklung und Unterstützung der Greenway Projekte, Erhaltung des kulturellen Erbes, Umweltschutz, Förderung der nachhaltigen Entwicklung und Verbesserung der Lebensqualität in städtischen und ländlichen Gebieten;
• Aufbau eines Netzwerks von Institutionen, die organisatorische, technische und finanzielle Unterstützung für Projekte bereitstellen und die Greenways Philosophie teilen.
• Förderung des sicheren und intermodalen Verkehrs

Programmaktivitäten:
• Aufzeichnen (Karte) von bestehenden und potenziellen Greenways
• Förderung der Greenways, Erstellung von Materialien über/ für Greenways
• Initiierung und Beeinflussung von Master Plänen in Verbindung mit nicht motorisiertem Verkehr
• Beschilderung, Wartung und Verwaltung von Greenways
• Implementierung von Zertifizierungssystemen (Radfahrer Willkommen!, Sauberkeit, Ökotourismus-Zertifizierung für Pensionen)
• Förderung eines nachhaltigen Verkehrs-Systems einschließlich Verkehrsberuhigung, sichere Schulwege, Velo-Taxis und automatisierte Systeme für den Fahrradverleih
• Förderung von nachhaltigem Tourismus
• Förderung der sozialen Unternehmen, lokaler Produkte und Traditionen entlang Greenways
• Baumpflanzung und Entwicklung öffentlicher Bereiche / Regeneration
• Schienen zu Wegen machen und somit historische Eisenbahn Projekte anschieben
• Organisation von Aktivitäten entlang der Greenways (Earth Day (22. April), Woche des Radtourismus(ersten Juni-Woche) und der Internationalen Wandertag  „Trail Day“ (erster Samstag im Juni), Europa Mobil (September 16-22) und europäischer Greenways Tag)

Langzeit Ziele:
• Entwicklung und Unterstützung von Greenway Projekten, Erhaltung des kulturellen Erbes, die Verbesserung der Umwelt, die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung und Verbesserung der Lebensqualität in städtischen und ländlichen Gebieten;
• Aufbau eines Netzwerks von Institutionen, die organisatorische, technische und finanzielle Unterstützung für Projekte bereitstellen und die Greenways Philosophie teilen.

This article is also available in Englisch language.